Heute war es also tatsächlich so weit. Obwohl ich mich immernoch in der Übergangsphase befinde und das wahrscheinlich auch noch eine Weile andauern wird, fühlte ich mich bereit, meinen Arbeitsplatz für die nächsten 6 Monate kennenzulernen.
Ich stand gegen 8.00 Uhr auf. David war zu diesem Zeitpunkt natürlich schon wieder 3 Stunden in der Schule. Gegen 10.00 Uhr kam er zurück zum Haus und holte mich ab. Dann gingen wir gemeinsam den kurzen Weg bis zur Schule. Er erklärte mir, dass er mich zuerst zu Schulleiterin bringen würde. Dann könnte ich mich vorstellen. Auf einmal war ich doch ein bisschen nervös – schließlich ist die Schulleiterin eine Nonne und unsere Weltbilder sind vermutlich sehr verschieden.
Meine Nervosität war unbegründet. Sister Jane Mmbone Amukoya war vollkommen entspannt. Sie hieß mich an der Schule willkommen und ich bedankte mich, für die Möglichkeit des Praktikums an dieser Schule. Sie fragte mich, was meine Wünsche und Absichten sind und wir unterhielten uns eine Weile über Deutschland und Kenia. Wir entschieden gemeinsam, dass ich erstmal im Fach Deutsch anfangen sollte. Die einzige Deutschlehrerin Frau Kwena wurde gerufen und brachte mich in den Deutschraum. Ihr Deutsch war beeindruckend. Deutschland hat sie schon 3-mal besucht. Das letzte Mal war sie im Winter dort und das hatte sie erstmal abgeschreckt, meinte sie. Viiiel zu kalt! Ich verstand erst wirklich, was sie meinte, als in der Schule der erste Regen fiel (ein warmer Sommerregen) und alle Lehrkräfte und Schülerinnen meinten, dass es jetzt total kalt sei, aber mir diese knapp 20° als ziemlich angenehm und sommerlich vorkamen. Natürlich muss ein deutscher Winter dann ein absoluter Schock sein.
Aber hier erstmal ein paar Fakten, die ich zur Schule gelernt habe: