Abschied und Neustart

Nachdem ich mich auf der Farm von allen verabschiedet hatte, fuhr mich Guðrún noch bis nach Akureyri auf den Campingplatz. Und dann war ich wieder auf mich allein gestellt. Das einsame Tourleben hatte wieder begonnen ;)
Ich startete mit einer Sightseeingtour durch die Hauptstadt des Nordens und wieder war ich von den vielen Sehenswürdigkeiten begeistert.

26. Juli 2019

Mein letztes Mal Melken! So schnell können 3 Wochen eben auch vorübergehen. Ich genoss die letzte Arbeitseinheit im Kuhstall noch einmal in vollen Zügen und verabschiedete mich anschließend von allen Kühen und  den restlichen Tieren. Die Arbeit hat wirklich immer Spaß gemacht, auch wenn man den ein oder anderen Tag mal etwas weniger motiviert den Stall betrat. Letztendlich haben wir uns immer gegenseitig gute Laune bereitet oder die Kühe übernahmen das, indem sie wieder einmal jemandem über den Kopf leckten. Nach dem anschließenden Mittagessen packte ich meine letzten Sachen zusammen und verfasste noch einen Eintrag im Familiengästebuch. 
Dann luden wir gemeinsam mein Fahrrad ins Auto ein und verstauten das restliche Gepäck. Und danach hieß es, Abschied nehmen. Ich versprach, ab und zu ein paar Bilder zu schicken, damit sie meine Tour verfolgen könnten. Vagn gab mir noch seine Handynummer und versicherte mir, dass ich jederzeit anrufen könne, wenn ich Hilfe bräuchte. So wirklich auf mich allein gestellt, war ich also von nun an nicht mehr.
Damit war der Zwischenstopp auf der Farm nun auch vorbei und ich stand vor dem Neustart oder der Fortsetzung meiner Fahrradtour. In Akureyri angekommen, musste ich mich nun auch von Guðrún verabschieden. Passend zur Stimmung fing es an, zu regen. Ein bisschen melancholisch schaute ich dem Auto nach, das den Campingplatz verließ. Jetzt war ich wieder allein. 
Ich machte einen Plan für die kommenden Stunden, der damit begann, mich in die Waschräume des Campingplatzes zu setzen und den Regen abzuwarten. Nach etwa 45 Minuten nutzte ich das kurze Nachlassen des Regens und baute das Zelt auf. Kurz darauf hatte der Regen ganz aufgehört und ich beschloss, die Gunst der Stunde zu nutzen und einkaufen zu fahren. In Akureyri gibt es einen Supermarkt namens Bónus, der im ganzen Land für seine niedrigen Preise bekannt ist. Ich fuhr also die 3 Kilometer bis zum besagten Laden und besorgte mir Abendessen, Vorräte für die nächsten Tage und einige Müsliriegel. Zurück auf dem Campingplatz begann ich meine Stadttour durch Akureyri zu planen. Vagn hatte mir schon ein paar Orte genannt, die ich besichtigen könnte. Ich fügte nach kurzer Recherche noch einige hinzu, packte die Kamera in den Rucksack und fuhr los. Meinen ersten Halt machte ich am Nonnahús, dem Wohnhaus des Schriftstellers Jón Sveinsson, der in Deutschland durch seine 12 Nonni-Bücher berühmt geworden ist.
Mein Weg führte mich weiter am ältesten Haus der Stadt (Laxdalshús) vorbei, das 1795 erbaut wurde. Nun kam ich dem Hafen Akureyris immer näher und ich erblickte ein riesiges Kreuzfahrtschiff, das kurz vor dem Ablegen war. Ich fuhr am Stadtteil Oddeyri vorbei, das früher völlig unbewohnt war und nur für Tagungen des Parlaments genutzt wurde. Heute ist dieser Abschnitt der Stadt stark besiedelt. Spontan entschloss ich mich dazu, einem Wegweiser zu folgen, der mich zum Landnemar-Monument führen sollte. An der Statue angekommen, befand ich mich auf einer Art Anhöhe mit einem schönen Blick auf den Hafen Akureyris. Das Monument zeigt die ersten Siedler der Region, wie das Landnahmebuch bestätigt. Nachdem ich die schöne Innenstadt Akureyris bewundert und die beeindruckende Kirche im Zentrum gesehen hatte, sollte mein letztes Ziel der botanische Garten sein. Trotz des regnerischen Wetters strahlten die Blumen in den schönsten Farben. Diese Sehenswürdigkeit war ein würdiger Abschluss meiner Tour und ich begab mich auf meinen Weg zurück zum Campingplatz. Außer zu duschen und mein abendliches Mahl einzunehmen, gab es nicht mehr viel zu tun. Als ich auf der Isomatte lag, plätscherte dann erneut der Regen auf mein Zelt. Positiv daran: ein beruhigendes Geräusch zum Einschlafen. Negativ: Das Zelt wird nass und wenn es morgen noch regnet, werde ich nass.
Ich kann also nur hoffen, dass der Regen bald nachlässt... Bis morgen!

Und auch im Norden gibt es einen botanischen Garten...
Mobirise
Es steht wieder!

Ein kurzer Blick zurück...

Wenn du auf den folgenden Button klickst, gelangst du zu eine paar bildlichen Eindrücken meines Aufenthaltsortes der letzten 3 Wochen.


Nachtlager
Camping Hamrar, Campingplatz Akureyri

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