Hallöchen! Erst einmal finde ich es super, dass du dich für meine Reise interessierst!
Herzlich willkommen und viel Spaß beim Lesen!
Jaja... der Tag vor der Abreise. Es geht heiß her. Ich musste noch so einige Sachen auf meiner langen To-Do-Liste "Island" abarbeiten. Beispielsweise musste die Bewerbung für die Uni abgeschickt werden, alle Taschen sollten gepackt und gewogen werden, der Zug bis nach Hamburg musste gebucht werden, ich musste noch üben, wie man das Fahrrad auseinander und wieder zusammenbaut und und und...
Am Vormittag erledigte ich also die wichtigsten Dinge auf der Liste und erfreut mich daran, wie die der Berg an Aufgaben schrumpfte. Ganz oben stand das Training "Wie verpacke ich mein Fahrrad in einem Fahrradkarton?"
Nun, hier eine kleine Anleitung:
- Luft aus den Rädern lassen
- Vorderrad abschrauben
- Sattel abnehmen
- Pedale abschrauben
- Lenker abschrauben
Das klingt ehrlich gesagt schwerer, als es ist und geht vor allem ziemlich schnell. Man braucht für das ganze Prozedere auch nur zwei Werkzeuge, was für mich erstaunlich war. Ich hätte wahrscheinlich einen ganzen Werkzeugkoffer einpacken wollen... Das Fahrrad war also startbereit. Danke Papa! :)
Nun zum Gepäck...
Der schönste Moment war wohl, als ich auf der Kofferwaage die Zahl 18 zu lesen bekam. 23 Kilogramm waren die Obergrenze und nun hatte ich sogar noch 5 Kilogramm "Luft"! Danke Mama! :)
Mama, die ja nun schon einige Erfahrungen mit dem Packen für Reisen gesammelt hatte (und zwar nicht nur für sich, sondern zusätzlich noch für 4 Kinder), beruhigte mich übrigens auch mit ihrer Aussage: "Das ist halt so vor großen Reisen."
Trotz des ganzen Stresses war es für mich aber eben auch sehr wichtig, einen vernünftigen Abschied mit meinen Freunden zu feiern. Also trafen wir uns in Leipzig am Cospudener See. Es war eine gute Entscheidung. Am wärmsten Tag in Deutschland seit 70 Jahren konnte ich eh nicht viel vorbereiten. So genoss ich die deutsche Hitze noch ein letztes Mal in vollen Zügen.
Zurück in Meißen werkelten mein Papa und ich noch einmal am Fahrrad bis die Bremsen auch richtig eingestellt waren und dann verpackten wir das Ganze noch richtig. Die allerletzten Vorbereitungen getroffen, kroch ich nervös ins Bett: Hoffentlich hatte ich auch an alles gedacht!
Gute Nacht!