Der Anfang vom Ende

So langsam brach die Abschiedsstimmung an. Bis auf eine kleinere Aufgabe, gab es nicht viel zu tun. Hauptsächlich traf ich heute Vorbereitungen für meine Abreise. Morgen würde es also tatsächlich wieder losgehen...

25. Juli 2019

Der heutige Tag war neblig und regnerisch und folgte dem gewohnten Ablauf. Am frühen Nachmittag packte ich ein wenig meine Sache zusammen und brachte meine Schlafstätte der letzten Nächte in Ordnung. Ich hatte mich wirklich an den Dachboden gewöhnt und es war wie ein eigenes kleines Zimmer für mich geworden. Später rief Guðrún uns noch zum Unkraut jähten vor dem Haus. Die Pflanzen sollten dann den Hasen als Futter dienen. Mit Messer und einem Eimer Salz durchforsteten wir die Wiese nach den schädlichen Pflanzen. Nachdem wir sie abgeschnitten hatten, bestreuten wir die Pflanzenstiele mit Salz. Diese Aufgabe dauerte etwa 1,5 Stunden. Im Anschluss fuhren Meta und ich mit dem Auto nach Varmahlíð, weil ich noch ein paar Sachen für die Tour besorgen wollte. Genauergesagt bin ich gefahren - und zwar das erste mal mit einem Automatikauto. Ich hatte es mir tatsächlich schwieriger vorgestellt, plötzlich ohne Kupplungspedal zu fahren. Aber die Umgewöhnung fällt wahrscheinlich erst schwer, wenn man 10 Jahre mit Schaltung gefahren ist.
Als wir wieder ankamen, dauerte es nicht lange, bis das abendliche Melken begann.
Ich fand es amüsant, wie schnell ich von dem Gefühl der feste Unterkunft wieder in mein Fahrradtour-Denken zurückfand. Dass ich von hier mit frisch gewaschenen Klamotten und vollgeladenen Akkus starten konnte, war einfach ideal. Ich plante wie lange die Powerbank halten würde und überlegte, für wie lange ich in Akureyri nahrung einkaufen müsste.
Am Abend duschte ich noch einmal ausgiebig, weil ich wusste die wertvoll eine Dusche bald wieder sein würde. Ich füllte meine Wasserflasche auf, packte meinen kleine Tasche mit allen Werkzeugen und Hilfen im Falle einer Panne und schreib anschließend noch in Jonas Gästebuch, das sie mir gegeben hatte. Mit diesen Dingen war ich noch bis in die Nacht beschäftigt und legte mich dann in mein Bett. Ein Gedanke vom Beginn meiner Reise holte mich wieder ein: Hatte ich auch wirklich nichts vergessen? Ich ging alle Räume des Hauses durch und überlegte, was ich dort hinterlassen hatte. Es fiel mir nichts mehr ein. Und so schlief ich auch bald ein...


Unterkunft
Farm Minni-Akrar 561, Varmahlíð

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