Sturmfreie Bude

Vom heutigen Tag gibt es nicht viel zu berichten. Meta und ich planten ein bisschen an unserem Ausflug zur Halbinsel Snæfellsnes und unser französischer Mitwwoofer verließ die Farm. Am Abend fuhren Annas Eltern zu einer Feierlichkeit und wir hatten die Farm für uns. 

15. Juli 2019

Ich fühle mich mit jedem Tag wohler auf dieser Farm. Es mag seltsam klingen, aber ich definiere die Tiefe einer Beziehung unter anderem über den Humor, über den man zusammen lachen kann. Sobald man beispielsweise Ironie benutzen kann und das Gegenüber diese auch versteht oder sie im besten Falle spiegelt, so habe ich das Gefühl mit dieser Person auf einer Wellenlänge zu sein. Und mit Anna und ihrer Familie fühlt sich das Ganze schon ziemlich vertraut an. Wir können über so viele Dinge lachen und erfahren gleichzeitig immer wieder neues über unser Gegenüber. Heute Vormittag musste uns Valentin leider verlassen. Er muss zurück nach Frankreich, weil seine Frau dort ein Kind erwartet und seine Hilfe benötigt. Wir verabschiedeten uns und Annas Bruder brachte ihn zur Bushaltestelle, von welcher er nach Reykjavík fahren würde. Meta und ich bedauerten seine verfrühte Abreise, weil wir mittlerweile ein eingeschweißtes Team geworden waren. Am späten Nachmittag verabschiedeten sich auch Annas Eltern, weil sie zu einem Geburtstag eingeladen waren. Später erfuhr ich, dass das Event mit einem Bierbad verknüpft sei, das tatsächlich ein Bad in Bier und das gleichzeitige Verkosten des Gebräus umfasst. Vagn (Annas Vater) schickte dann auch Bilder von diesem Spektakel. Das Bierbad steht jetzt auf meiner "To-Do-Liste" ;)
Vor ihrer Abfahrt holte Vagn Meta und mich zu sich und teilte uns mit, dass er über unsere Anfrage wegen des Ausflugs nachgedacht hatte und uns erlaube, mit einem ihrer Autos für 2 Tage auf die Halbinsel zu fahren. Meta und ich waren überglücklich über seine Zusage und begannen sofort zu planen. Was wollen wir alles sehen? Welche Route wollen wir einschlagen? Auf welchem Campingplatz übernachten wir? Es tauchten so einige Fragen auf, die es zu diskutieren galt und wir so saßen wir eine Weile und besprachen unsere Reiseroute. Am Ende gab es nicht viel zu diskutieren. Wir waren uns einig, dass wir so viel sehen wollen, wie nur möglich und dass ein Campingplatz direkt am Meer wohl die schönste Variante wäre. Zu detailliert wollten wir auch nicht planen, weil uns Island schon einige Male gelehrt hatte, lieber flexibel und spontan zu bleiben.
Am Abend waren Anna, ihre Schwester Jona und ihr Bruder Stefan sowie Meta und ich also die letzten Verbliebenen auf der Farm und wir verrichteten gemeinsam die abendliche Arbeit. Der einzige Unterschied zur Arbeit mit Annas Eltern ist wohl die Lautstärke der Musik im Stall. Die Kühe haben sich gefreut und konnten dann bestimmt gut schlafen - genau wie ich...


Unterkunft
Farm Minni-Akrar 561, Varmahlíð

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