Als ich mir in Deutschland vorstellte, wie es hier auf der Farm werden würde, hätte ich sicher nicht im Traum den jetzigen Alltag beschrieben. Die Arbeit am Morgen und Abend ist wirklich nicht wahnsinnig anstrengend (Zudem es von Mal zu Mal auch einfacher wird...) und das Leben mit Annas Familie ist so unkompliziert. Ich bin immer wieder beeindruckt, wie sie es schaffen, die Farm zu bewirtschaften und nebenbei zusammen die beiden Kinder von Anna großziehen. Jeder hat seine Aufgabe und es packt auch jeder mit an. Alle haben, trotz des vollgepackten Tages, immer Zeit für ein Gespräch. Ständig kommt Besuch vorbei - eigentlich ist immer was los. Und trotz aller Geselligkeit wird der Wunsch nach Zeit allein immer respektiert.
Die Dynamik und die Lebensfreude der Familie ziehen sich durch den ganzen Tag und machen natürlich vor den Wänden des Kuhstalls keinen Halt. Auch während der Arbeit haben wir viel Freude. Dann wird eben auch mal ein bisschen im Stall getanzt, weil der Schall der Musikbox dazu verleitet.
Meta und ich planen zusammen, die Halbinsel Snæfellsnes im Westen Islands zu besichtigen. Wir hoffen, zwei Tage Zeit zu finden, um mit einem geliehenen Auto dorthin zu fahren. Dann wollen wir dort übernachten und somit insgesamt zwei Tage die "Miniaturversion Islands" entdecken zu können. Ich bin gespannt, ob aus diesem Plan noch Wirklichkeit wird.
Morgen habe ich mir vorgenommen in meiner freien Zeit das kleine Nachbardorf Glaumbær zu besuchen. Es ist nur 14 Kilometer von der Farm entfernt und ich glaube mein Fahrrad vermisst mich und die isländischen Straßen schon...