Wie ein Kind...

Die Harmonie auf der Farm stimmt einfach. Wir verstehen uns alle blendend und nach der Arbeit kommt der Spaß nie zu kurz. Annas heutige Ausflugsidee ließ uns wieder zu Kindern werden und wir konnten den isländischen Sommer so richtig genießen.

10. Juli 2019

Weil ich es tatsächlich geschafft hatte, heute Morgen pünktlich 7.45 Uhr zum Frühstück zu erscheinen, konnte ich auch bei der Morgenroutine im Kuhstall mitwirken. Nachdem die Arbeit erledigt war, entspannten wir ein bisschen. Ich nutzte die Zeit, um meine tierischen Freunde ein wenig abzulichten (Ergebnis: siehe weiter unten). Es gibt nämlich so einige Hunde und Katzen auf der Farm. Letztere haben so einigen Nachwuchs bekommen und es befinden sind dementsprechend derzeit insgesamt 21 Katzen auf der Farm. Jedes Tier auf dem Bauernhof hat natürlich einen Namen, aber ich werde wohl noch eine ganze Weile brauchen, um sie alle zu lernen. Die Kaffeetasse habe ich übrigens nicht grundlos fotografiert. Im Kaffee, den ich jeden Tag genieße, befindet sich die frischeste Milch, die ich in meinem Leben je getrunken habe und vor allem auch mit Abstand die leckerste. Es ist einfach ein riesiger Unterschied zur Milch aus dem Supermarkt. Ich genieße diesen Luxus in vollen Zügen und so langsam lerne ich auch die Namen meiner 27 edlen Spenderinnen kennen. Am frühen Nachmittag wurde das Team der Wwoofer dann zusammengerufen und es hieß: Unkraut zupfen! Auf dem Kartoffelfeld war durch den Regen so viel Unkraut gewachsen, dass den kleinen Kartoffelpflanzen die Nährstoffe und die Sonne fehlte. Also musste das Unkraut weg. Und das dauerte etwa 2 bis 3 Stunden. Mit Musik und vielen Gesprächen fühlte sich die Zeit aber nur halb so lang an. Am Ende waren wir wirklich erstaunt, wie kurz wir nur für dieses doch beachtlich große Feld gebraucht hatten. Anna lud uns danach ein, mit ihr ins Schwimmbad zu fahren. Natürlich lehnten wir dieses Angebot nicht ab und nach 10 Minuten Autofahrt erreichten wir das Freibad. Als erstes entspannten wir im heißen Whirlpool und unterhielten uns ganz nach isländischer Art. Später wechselten wir dann in den Schwimmbereich und entdeckten bald die Rutsche für uns. Anna berichtete, dass diese erst seit einem Jahr existiert und sie selbst noch nie gerutscht ist. Das wollten wir ändern. Nach ein paar Durchgängen des Rutschens hatten wir zwar alle gefühlt einen Tinnitus auf dem Ohr, aber uns auch lange nicht mehr so in die Kindheit zurückversetzt gefühlt. Es machte einfach nur Spaß.
Im Anschluss an den Badeausflug gönnten wir uns noch köstliche Eiscreme mit Lakritze oder Karamellsoße verziert - ein Traum! Anschließend mussten wir schnell zurück zur Farm. Schließlich wartete noch ein bisschen Arbeit auf uns. Nachdem die Kühe glücklich im Stall standen, verzehrten wir noch das Abendessen und dann neigte sich auch dieser ereignisreiche Tag dem Ende zu.

Mobirise

Es folgen ein paar Eindrücke aus dem Schwimmbad...


Unterkunft
Farm Minni-Akrar 561, Varmahlíð

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