Hallo Farmleben!

Als ich heute Varmahlíð erreichte, ging für mich ein Traum in Erfüllung. Arbeiten auf einer echten Farm - herrlich! Ich durfte direkt die ersten Erfahrungen mit den Milchkühen sammeln und die Lämmer füttern.

08. Juli 2019

Heute Morgen wachte ich leider mit dem Geräusch von Regentropfen auf, die sanft auf das Zelt fielen - aber nichts konnte meine Stimmung trüben. Der Tag der Tage war gekommen - ich würde heute Varmahlíð erreichen und meine Unterkunft für die nächsten 3 Wochen des Farmlebens kennenlernen. Also wartete ich kurz ab, bis der Regen etwas nachließ und packte dann, wie jeden Morgen, meine Sachen auf meinen treuen Begleiter und fuhr los. Die 31 Kilometer, welche vor mir lagen, brachte ich innerhalb von 2,5 Stunden hinter mich und gegen halb eins lag die Farm dann tatsächlich vor mir. Zum gleichen Zeitpunkt wie ich erreichte auch ein graues Auto die Farm. Perfektes Timing! Anna kam gerade auch an. Sie erkannte mich sofort und begrüßte mich herzlich. Wir freuten uns, dass wir uns jetzt schon sehen konnten - hatten wir ja eigentlich erst am morgigen Tag mit einem Aufeinandertreffen gerechnet. Sie zeigte mir zuerst den Kuhstall und gab mir einen kurzen Überblick über die Gebäude der Farm. Auch die 21 Katzen, die Annas Familie mittlerweile besitzt, präsentierte sie mir: kleine Katzenbabys in Hülle und Fülle. Anschließend wurde festgelegt, dass ich auf dem Dachboden des Familienhauses schlafen durfte. Die anderen beiden freiwilligen Helfer (ein 21-jähriger Franzose und eine 18-jährige Deutsche) waren im Gästehaus nebenan untergebracht. Ich traf auch Annas Eltern und die beiden waren mir sofort sehr sympathisch. Nach einem kurzen Mittagessen wurde uns mitgeteilt, dass es jetzt bis zum Abend nichts weiter zu tun gäbe und wir entspannen könnten. Was für ein Luxus! Ich entschied einen kleinen Spaziergang zu machen und Valentin und Meta (die beiden anderen Helfer) schlossen sich mir an. Wir wanderten in Richtung der Berge, die sich direkt hinter der Farm aufbauen. Ich finde es immer wieder faszinierend, wie es in Island einfach keinen Übergang zwischen totalem Flachland und Gebirge gibt. Da ragen dann eben 900-Meter-Berge direkt neben der Farm wie Pilze aus der Erde, die sich gerade entschlossen hatten, zu wachsen. Nach diesem Spaziergang setzte ich mich zu Annas Vater in die Küche und wir plauderten ein bisschen über Island. Irgendwann kamen wir dann auf meine Radtour und ich erklärte ihm, wo ich bereits gewesen war. Außerdem beriet er mich ein wenig, was meinen Plan betrifft, den Rest der Insel zu umrunden. Gegen 19.00 Uhr gab es dann eine Aufgabe: Die Kühe sollten gemolken werden. Dafür wurden sie von der Weide geholt und dann mussten die Euter gewaschen werden. Währenddessen sollten die Kühe natürlich auch Futter bekommen und der Stall musste sauber gehalten werden. Es gab also ganz schön was zu tun und ich hatte wirklich Freude an der Arbeit. Aufgrund der Vielzahl von Mitwirkenden waren wir ziemlich schnell mit allem fertig und wir drei Wwoofer wurden mit der Aufgabe belohnt, die Lämmer füttern zu dürfen. Normalerweise sind die Schafe zu dieser Zeit ganztägig auf der Weide. Die Mutter dieser Lämmer war aber gestorben und deshalb wurden sie jetzt per Hand gefüttert. Nachdem alle Tiere satt und zufrieden waren, konnte auch wir uns dem Abendessen widmen. Danach dauerte es nicht lange und wir gingen alle zu Bett. Morgen wird es 8.00 Uhr Frühstück geben...


Unterkunft
Farm Minni-Akrar 561, Varmahlíð

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